148 CENTIL - Die Lüge der begrenzten fossilen Brennstoffe
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Die Lüge der begrenzten fossilen Brennstoffe 



Es wird uns erzählt, Erdöl sei ein fossiler Brennstoff, der in geologischer Vorzeit, vor 500 Millionen Jahren, aus Abbauprodukten von toten Pflanzen und Tieren entstanden ist. Abgestorbene Kleinlebewesen wurden auf dem Meeresgrund in einer Schlammschicht luftdicht eingeschlossen und von anderen Erdschichten überlagert, so dass im Laufe der Zeit dann das Erdöl sich bildete. Es wird uns erzählt, die Energie der Sonne wäre durch die Lebewesen eingefangen worden und wir können diese seit Hunderten von Millionen Jahren gespeicherte Energie jetzt durch das Verbrennen von Öl wieder freisetzen. Die Reserven der fossilen Brennstoffe, speziell des Öl, reichen maximal noch etwa bis zum Jahre 2060, wird uns erzählt. Ein wichtiger Faktor sei neben der Reichweite, der Zeitpunkt, bei dem die Förderung nicht mehr gesteigert werden kann, sondern beginnt zurückzugehen. Dieser Gipfel des Erdölmaximums wird „Peak-Oil“ genannt. Da sich dadurch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verändert, kann dies stark steigende Preise zur Folge haben.


Das Ölfördermaximum oder „Peak-Oil" ist der Zeitpunkt, zu dem die Förderrate aller weltweiten Ölvorkommen ihr absolutes Maximum erreicht hat. Dieser Zeitpunkt ist erreicht, wenn etwa die Hälfte des förderbaren Öl gefördert wurde. Es wird behauptet, das Erreichen des globalen Fördermaximus ist bereits in der Vergangenheit geschehen und wir gehen deshalb einer Energiekrise entgegen. Der Beweis für diese Behauptung, wird uns erzählt, sei die kontinuierliche Preissteigerung für das Rohöl, von 25$ pro Fass im Jahre 2002 auf 134$ mit Stand heute 6.6.2008. Deshalb, wird uns erzählt, muss die erwartete Versorgungslücke entsprechend gedeckt werden, durch geringeren Verbrauch und Alternativen, wie Erneuerbare Energien. Wir müssen so schnell wie möglich vom Öl wegkommen, denn es wird bald zu Ende gehen. Es wird uns erzählt, da das Erdöl nur einmal in der Erdgeschichte vor Hunderten Millionen Jahren sich geformt hat, gibt es nur diese eine Menge, es ist kostbar und rar, deshalb wird es immer teuerer, wir verbrauchen zu viel und zu schnell, und wenn wir den letzten Tropfen gefördert haben, ist für immer fertig, Ende des Ölzeitalters, Schluss mit Lustig, Flasche leer, unsere nachfolgenden Generationen werden nichts mehr davon haben, wir sind Egoisten und müssen deshalb ein schlechtes Gewissen haben.

DAS WIRD UNS ALLES ERZÄHLT!

Was ist aber, wenn diese ganze Geschichte gar nicht stimmt und es sich um ein Märchen handelt? Ja, was wäre wenn der fossile Brennstoff Öl gar nicht fossil ist, nicht von abgestorbenen Meereslebewesen stammt, sondern ganz anders entsteht? Was wäre wenn es überhaupt nicht zu Ende gehen kann? Was wäre wenn wir tatsächlich in Öl schwimmen und es unbegrenzt vorhanden ist und kontinuirlich laufend neue entsteht? Wenn es deshalb gar keine Energiekrise geben kann und es gar kein Peak-Oil gibt, sondern uns dieses Märchen nur erzählt wird, damit wir glauben sollen es ist rar und deshalb teuer, und wir den immer höheren Preis für Öl bereitwillig schlucken. Ja, was wäre wenn uns eine gigantischen Lüge über das Öl aufgetischt wird?

Es wird Zeit mit diesem Märchen aufzuräumen und eine andere Sicht über das Öl zu erzählen.

Die Behauptung, es gebe ein Erdölfördermaximum, wurde bereits im Jahre 1919 mit Panik verbreitet, nur damals hiess es noch nicht „Peak-Oil“, das ist ein neumodischer Propaganda-Begriff. Es wurde damals schon von „Experten“ gesagt, das Öl reiche nur noch für 20 Jahre. Was passierte aber wirklich? Jedes Jahr wurde seitdem das Ende des Öl immer wieder in die Zukunft verschoben, und heute, 90 Jahre später haben wir immer noch Öl, obwohl die Förderung und der Verbrauch jedes Jahr gestiegen ist. Wir müssten ja schon lange auf dem Trockenen sitzen, wenn es nach den Ölexperten geht. So viel zur Genauigkeit was Geologen prognostizieren. Sind sie deshalb noch glaubwürdig und können wir ihre Aussagen noch ernst nehmen? Erzählen sie diesen Blödsinn und diese Panikmache nur, weil die Ölindustrie der grösste Arbeitgeber für Geologen generell ist und sie Angst haben ihren Job zu verlieren?

Eine Alternative, wie Öl noch anders entstanden sein könnte, darf nicht verkündet werden, weil es nicht im Interesse der Ölkonzerne liegt. Wenn wir alle wüssten, Öl könnte im Überfluss vorhanden sein, ja es entsteht laufend neu und die Quellen füllen sich sogar wieder, dann wäre es ja Dreck billig und kein gutes Geschäft mehr. Die Konzerne haben nur ein Ziel, so viel Profit wie möglich zu machen, Gewinnmaximierung ist ihr einziger Zweck, dafür wird alles getan. So muss man eben die Propaganda vom knappen und bald zu Ende gehenden Öl verbreiten, und die gutgläubigen Menschen schlucken es.

Das abiotische Öl

Wo kam eigentlich die Geschichte her, Erdöl wäre aus fossilen Lebenwesen entstanden, wäre also biotisch? Der russische Geologe Mikhailo Lomonossov kam erstmal im Jahre 1757 auf diese Idee „Erdöl stammt aus den winzigen Körpern von Tieren, die in Sedimenten eingeschlossen unter hohen Drucken und Temperaturen sich über unvorstellbar lange Zeiträume in Erdöl umwandelten.“ Wir wissen nicht welche Beobachtungen ihn dazu geführt haben, nur diese Theorie ist nie bewiesen worden und wird einfach seit über 200 Jahren ungeprüft akzeptiert und in den Universitäten gelehrt. Dabei sind in Erdöllagern nie Reste von fossilen Lebewesen je gefunden worden. Dieses Fehlen von Beweisen zeigt, die Theorie der fossilen Brennstoffe ist schlichtweg eine Behauptung und sie würde keiner wissenschaftlichen Überprüfung standhalten. Geologen welche die Theorie der fossilen Treibstoffe verbreiten, können überhaupt keine Beweise für das Vorhandensein jener Lebewesen, aus denen Öl entstanden sein soll, beibringen.

Eines der am häufigsten vorkommenden Elemente auf unserer Erde und in unserem Sonnensystem ist Kohlenstoff. Wir Menschen bestehen zum Grossteil aus Kohlenstoff, so wie alle anderen Lebewesen und Pflanzen auf unserem Planeten. Es ist sogar so, dass auf mindestens 10 Planeten und Monde in unserem Sonnensystem grosse Mengen an Kohlewasserstoffe beobachtet wurden, die Basis für Erdöl. Aber dort gab es keine „Lebewesen“ die Kohlewasserstoffe produziert haben können, es muss auf andere Art und Weise chemisch entstehen. Aufgrund seiner besonderen Elektronenkonfiguration besitzt Kohlenstoff die Fähigkeit zur Bildung von komplexen Molekülen und weist von allen chemischen Elementen die grösste Vielfalt an chemischen Verbindungen auf. Wir auf der Erde, bzw. die Kontinentalplatten schwimmen auf einer unvorstellbaren Menge an Kohlenwasserstoffen. In der Tiefe des Erdmantel entsteht wie in einer Chemiefabrik, bei entsprechender Temperatur, Druck und richtigen Bedingungen, grosse Mengen an Hydrokarbone. Das anorganische Carbonatgestein wird in einem chemischen Prozess umgewandelt. Die daraus resultierenden Kohlenwasserstoffe sind leichter als die aufgelagerten Erd- und Gesteinsschichten, deshalb steigen sie durch Erdspalten hoch und sammeln sich unter undurchlässigen Erdschichten. Die heisse Magma ist der Energielieferant für diesen Prozess und somit ist Erdöl NICHT gespeicherte Sonnenenergie, wie immer behauptet wird. Das Resultat heisst abiotisches Öl, weil es nicht aus verwesten biologischen Lebensformen entstanden ist, sondern aus einem chemischen Prozess im Erdinneren. Und dieser Prozess läuft andauernd und für immer ab. Das Erdöl wird ständig produziert und kann nie ausgehen.

Die wichtigsten Argumente für abiotisches Öl sind:
- Erdöl wird aus sehr grossen Tiefen von bis zu 13 Kilometer gefördert. Das widerspricht völlig der fossilen Herkunft, denn die Lebewesen aus dem Meer sind niemals dort hingelangt und der hohe Druck und die Temperatur in dieser Tiefe hätten alles organische Material zerstört. Nur eine abiotische Entstehung des Erdöls kann man damit erklären.

- Erdölquellen die schon längst seit den 70ger Jahren erschöpft sein müssten, füllen sich wieder von selbst auf. Eine Entstehung von fossilen Erdöl, welche nur einmal vor 500 Millionen Jahren stattfand, kann dieses Phänomen nicht erklären. Die abiotische Entstehung schon, denn dort wird das Öl ständig produziert.

- Die Menge an geförderten Öl in den letzten 100 Jahren übersteigt die Menge an Öl welches durch Biomasse hätte entstehen können. So viele pflanzliche und tierische Stoffe hat es niemals zu gleichem Zeitpunkt gegeben, die sich in Öl verwandelt haben. Nur ein Prozess zur Herstellung von Hydrokarbone im Erdinneren kann diese gigantische Menge liefern.

- Wenn man sich die grossen Erdölvorkommen auf der Welt anschaut, dann fällt auf, dass diese dort vorkommen, wo Erdplatten zusammenstossen oder sich verschieben. In diesen Gebieten gibt es reichlich Erdspalten, ein Indiz, das Öl stammt aus dem Erdinneren und wandert über die Öffnungen langsam zur Oberfläche.

- In Labors wurden Bedingungen hergestellt, wie sie tief unter der Erde herrschen. Dabei konnten Kohlenwasserstoffe wie Methan, Ethan und Propan produziert werden. Diese Experimente beweisen, dass sich Kohlenwasserstoffe innerhalb der Erde im Verlauf simpler anorganischer Reaktionen bilden können - und nicht nur in der Verwesung abgestorbener Organismen, wie dies allgemein angenommen wird.

- Öl kann gar nicht 500 Millionen Jahre alt und so lange im Boden „frisch“ geblieben sein, bis wir es jetzt ans Tageslicht fördern. Die langen Molekülketten der Kohlenwasserstoffe wären schon längst zerfallen. Das Öl das wir benutzen ist jung, sonst hätte es sich schon längst verflüchtigt. Diese Tatsache ist ein völliger Widerspruch zur fossilen Entstehung des Öl, bestätigt aber die Theorie des abiotischen Öl.

Die Russen haben es entdeckt

1970 haben die Russen angefangen Tiefbohrungen zu machen, dabei erreichten sie sagenhafte Weltrekordtiefen von über 13''''''''''''''''000 Meter. Seit dem haben die grossen russischen Ölfirmen, einschliesslich Jukos, über 310 super tiefe Ölquellen gebohrt und fördern daraus Öl. Letztes Jahr hat Russland Saudi Arabien als grösster Ölproduzent der Welt überholt. Die Russen beherrschen die komplizierte Technologie der Tiefenbohrung schon seit 30 Jahren, sie können die unbegrenzten Ölreserven die tief im Erdinneren vorhanden sind anzapfen, während der Westen dies völlig ignoriert.

Die Russen haben bewiesen, die Erklärung der westlichen Geologen, das Öl wäre verrottetes organisches Material, welches sich in Öl verwandelte, ist völlig falsch. Diesem Märchen kann man wohl, wenn man nicht darüber gross nachdenkt, leicht glauben, aber es ist Humbug.  In den 40ger und 50gr Jahren haben russische Ölfachleute zu ihrem Erstaunen entdeckt, dass die Ölreserven sich irgendwie von unten selber wieder füllten. Sie kamen zum Schluss, das Erdöl wird tief im Erdinneren produziert und wandert dann nach oben, wo es sich sammelt. Dies war zu schön um wahr zu sein, aber sie haben es durch Tiefenbohrungen dann beweisen können.

Mittlerweile in den 90ger Jahren war dann Russland in der Technologie der Bohrung in grosse Tiefen so weit dem Westen voraus, dass Wall Street, bzw. die Rockefeller und Rothschild Banker, dann Michail Chodorkowski den Auftrag und das Geld gaben, die Firma Jukos für 309$ Millionen zu kaufen, um das Bohr-Know-How stehlen zu können. Jetzt versteht man auch, warum Präsident Wladimir Putin das Verschenken der russischen Kronjuwelen durch den versoffenen und korrupten Vorgänger Boris Jeltsin wieder rückgängig gemacht hat und Jukos und andere Ölfirmen wieder in russische Hand zurückführen musste. Das war strategisch absolut wichtig für Russland, und die globale Elite, die Heuschrecken aus dem Westen und ihre Helfershelfer, die russischen Oligarchen, hat er zum Teufel gejagt oder ins Gefängnis gesteckt.

Mittlerweile wollen uns die sogenannten Wissenschaftler, die Lobbyisten, Medienhuren und Politiker hier glauben lassen, das Ende des Erdöls, wenn nicht der Welt, steht uns bevor, weil die Produktion den Gipfel bereits erreicht hat und es jetzt bergab geht. Ihre Absicht ist es natürlich ein Klima zu schaffen, um hohe Erdölpreise zu rechtfertigen und damit gigantische Gewinne einzufahren. Wie wir jetzt wissen, kann man Erdöl praktisch überall auf der Welt fördern, vorausgesetzt man ist bereit in die hohen Kosten für eine Tiefenbohrung zu investieren. Jedes Land kann sich von der Energie her unabhängig machen. Nur der Westen und seine Ölkonzerne wollen das überhaupt nicht, sie wollen abhängige Länder die nach ihrer Pfeife tanzen und teuer für importiertes Öl bezahlen.

Vietnam ist ein gutes Beispiel wie man mit den kleineren Ländern umgeht. Nachdem sie mehr als 60 Jahre lang von den Franzosen und dann von den Amerikanern ausgeraubt und vergewaltigt wurden, haben amerikanische Ölkonzerne den armen Vietnamesen gesagt, ihr Land hätte kein Öl, es wäre in dieser Hinsicht eine karge Wüste. Sie hätten keine Möglichkeit Öl zu fördern, um mit den Einnahmen vom Desaster des Vietnam-Krieges sich zu erholen und die Katastrophe, welche die Amerikaner durch die Bombardierung und Besprühung mit Agent Orange hinterlassen haben, wieder zu beheben.

Dann kamen die Russen und haben den Vietnamesen gesagt, die Amerikaner haben euch angelogen. Ölexperten wurden aus Moskau eingeflogen und es wurde eine Vereinbarung getroffen, in dem die Russen in einem Joint-Venture die Gerätschaften und das Know-How gratis zur Verfügung stellten, für einen Prozentsatz der Einnahmen aus der Förderung, wenn sie überhaupt Öl finden würden. Vietnam hatte nichts zu verlieren und gab grünes Licht. Darauf hin haben die Russen, was jetzt das "White Tiger" Ölfeld ist, auf über 5''''''''''''''''000 Meter durch harten Basalt gebohrt und eine Quelle aufgemacht, die mittlerweile 338,000 Fass Öl pro Tag liefert. Dadurch haben die Russen den Vietnamesen geholfen wieder Selbstvertrauen zu gewinnen und gleichzeitig von westlichen Almosen unabhängig gemacht.

Vietnam wurde plötzlich in den Klub der ölproduzierenden Länder aufgenommen und vom überraschten Amerika mit ganz anderen Augen angesehen. Die Vietnamesen werden aber nicht vergessen, wie sie von Amerika verarscht und angelogen wurden. Diese gute Nachricht hat sich schnell rumgesprochen und jetzt wird Russland von allen Seiten angefragt, Tiefenbohrungen vorzunehmen. So haben die Chinesen jetzt zusammen mit den Russen einige Tiefenbohrungen gestartet und auch im armen Nord Korea sind Bohrungen geplant. Es wird noch einige Zeit dauern, aber wenn die Quellen sprudeln sollten, dann werden diese Länder und andere aus der dritten Welt von dem westlichen Würgegriff der Ölkonzerne und von der Versklavung der Weltbanker unabhängig sein und nicht mehr für eine Schiffladung Reis sich erpressen lassen müssen.

Sie können der Neuen Weltordnung dann sagen, fahrt zur Hölle!

Die Behauptung, es gebe ein Erdölfördermaximum ist tatsächlich ein Betrug und eine Lüge der globalen Elite. Es geht nicht darum, die Welt hat bald kein Öl mehr oder man kann nicht genug fördern um den Bedarf zu decken. Das Märchen vom „Peak-Oil“ wurde erfunden, um die Tatsache zu verschleiern, das Amerika einen unersättlichen Durst nach Öl hat, aber nicht mehr in der Lage ist für seine Ölimporte zu bezahlen. In anderen Worten, Amerika ist pleite und muss deshalb eine Ausrede erfinden um von dieser Situation abzulenken, in dem es eine künstliche Knappheit und Verteuerung konstruiert.

Immer weniger Länder akzeptieren den wertlosen Dollar und wollen mit einer stabilen Währung fürs Öl bezahlt werden. Amerika ist aber seit den 70ger Jahren darauf angewiesen, das Öl mit ihren selbstgedruckten Dollars zu bezahlen. Als einziges Land der Welt erhalten sie damit Öl praktisch gratis. Jedes andere Land muss Devisen erwirtschaften, um die Ölrechnung begleichen zu können, nur Amerika nicht.

Biogenic and Abiogenic Petroleum







Gastautor David Middleton, WUWT

July 2017, David Brown, Explorer Korrespondent
Bereits seit mindestens 100 Jahren erwartet die Welt die „schnelle Erschöpfung“ der Rohölreserven. Wird es für die nächsten 100 Jahre so weiter gehen?
„Peak Oil“ – die Idee, dass die weltweite Ölförderung bald ihr Maximum erreicht und dann gezwungen wird, immer geringer zu werden – hat in den 1990er und frühen 2000er Jahren eine bedeutende Anzahl von Gläubigen angezogen.

 

Der Welt geht nicht das Öl aus.

Juli 2017 Von David Brown, Forscher-Korrespondent

Die Welt rechnet seit mindestens 100 Jahren mit einer "raschen Erschöpfung" der Rohölvorräte.
Wird es auch in Zukunft so gut wie keine Rohölreserven mehr für die nächsten 100 Jahre geben?
Peak Oil" - die Vorstellung, dass die weltweite Ölproduktion bald ein Maximum erreichen und dann wieder abnehmen wird - zog in den 1990er und frühen 2000er Jahren eine beträchtliche Zahl von Gläubigen an.

Dann geschahen unkonventionelle Dinge.

In den Vereinigten Staaten blühte die unkonventionelle Rohstoffproduktion auf. Mit steigender Rohölförderung hörten die USA auf, das weltweite Überangebot an Erdöl aufzusaugen.  Anstatt die Rohölproduktion zu drosseln, um den Markt auszugleichen, erhöhte Saudi-Arabien die Produktion, um seinen Marktanteil zu sichern. Und ta-da! Wir haben eine globale Flut von Rohöl und Flüssigkeiten, zusammen mit einem wahrhaft großen Preisverfall. Heute ist es wahrscheinlicher, dass man von einem möglichen weltweiten Spitzenwert der Ölnachfrage spricht, als von einem Spitzenwert der Ölproduktion.

Aber die Hauptargumente für Peak Oil haben sich nicht viel geändert.

    […]
Doomsday abgewendet

Das Konzept des Peak Oil entwickelte sich aus einer Theorie des amerikanischen Geowissenschaftlers M. King Hubbert. Basierend auf allgemeinen Reserveschätzungen und dem Muster und der Geschichte der Feldfunde in den Vereinigten Staaten schuf Hubbert eine zusammengesetzte Mega-Decline-Kurve, die voraussagte, dass die US-Rohölproduktion im Zeitraum 1965-70 ihren Höhepunkt erreichen würde. Und die Ölförderung in den USA erreichte einen Höhepunkt, etwas später als die ursprüngliche Hubbert-Kurve vorhergesagt hatte. Aber mit der Entdeckung von North Slope Oil in Alaska begann die Produktion wieder zu steigen. Die inländische Peak Oil-Schätzung wurde als Lower 48-Prognose umbenannt.

Nun scheint es, dass Hubberts Ansatz ein Profil für die konventionelle Ölförderung in einem definierten geographischen Gebiet voraussagt, wenn die technologische Entwicklung und die Ölpreise in Grenzen bleiben.   "Wenn die Leute fragen, wie viel Öl ist da drin?" Die Antwort lautet:"Zu welchem Preis?", so Sternbach. "Dinge wie Teersande könnten riesige Mengen Öl zum richtigen Preis freisetzen."

Durchbrüche in der Technologie, insbesondere Horizontalbohrungen und hydraulische Frakturierungen - man nennt es "hydrozontale Entwicklung" - in Kombination mit den heutigen verbesserten Explorations- und Förderinstrumenten haben den Rückgang der Ölförderung in den USA umgekehrt.  In ihrem Energieausblick vom Juni prognostiziert die U.S. Energy Information Agency, dass die US-Rohölproduktion 2018 ein Allzeithoch von mehr als 10 Millionen Barrel pro Tag (b/d) erreichen wird, zusammen mit 4,19 Millionen b/d an Erdgasflüssigkeiten und 1,02 Millionen b/d an Ethanol.

Anstelle von Peak Oil hat die Welt einen Blick in eine neue Energiezukunft geworfen.

Innovation bedeutet " den Wert der Ressourcen zu steigern und die Kosten für den Zugang zu ihnen zu senken. Wenn diese beiden Dinge zusammenkommen, kommt man an einen guten Punkt", sagte Sternbach. "Das ist ein Paradigmenwechsel, der Wellen von erhöhtem Wert erzeugt."

AAPG-ExploreR

 

Figure 1.  The original Hubbert curve displayed with modern graphics (AAPG Explorer)

 
Hubberts Original-Papier von 1956 kann hier eingesehen werden.

Hubbert passt das Wachstum und den Verfall der Ölförderung einer logistischen Funktion an (Hubbert Math).

Peak Oil" ist eine Grundfunktion der Ressourcenextraktion.  Die Produktion von Spitzenressourcen findet in der Regel dann statt, wenn fast die Hälfte der wiedergewinnbaren Ressource abgebaut wurde.  Dieses Beispiel aus dem Feld Eugene Island 330 im Golf von Mexiko ist ein gutes Beispiel:

Abbildung 2. Eugene Island 330 Field, Rate vs. kumulative Produktion (Quelle: The Oil Drum)... (Bevor irgendjemand über The Oil Drum plaudert, der eine Peak Oil Propaganda Seite ist, ist die EI 330 Grafik genau. Ich kann es aus den Produktionsdaten reproduzieren, die jedem zur Verfügung stehen, der eine Lizenz für die Lexco OWL-Datenbank besitzt.

Der erste Höhepunkt des EI 330 liegt ungefähr auf halber Strecke bei der Förderung der ersten 250 Millionen Barrel Öl.  Alte Felder, insbesondere große alte Felder, weisen oft mehrere sekundäre Produktionsspitzen auf.  Im Fall von Eugene Island 330 waren die sekundären Spitzen auf eine Kombination aus Brunnenrekomplettierungen, Nebenstrecken und begrenzter Wiederaufladung einiger Reservoirs zurückzuführen (Nein, dies ist kein Beweis für abiotisches Öl).

Die Hubbert-Gleichung ist eine gültige Methode zur Vorhersage des Spitzenwertes der Ressourcenextraktion.  Die Tatsache, dass "der Welt das Öl nicht ausgeht", macht weder die Gleichung noch das Konzept des "Peak Oil" zunichte.

Wo Hubbert etwas falsch gemacht hat:

Robert Rapier, Mitwirkender

Was Hubbert wirklich falsch gemacht hat über Öl

Hubberts Ruhm in Peak Oil Circles kommt hauptsächlich von der Behauptung, dass er den 1970er US-Peak genau vorhergesagt habe. Aufgrund dieser Vorhersage ist Hubbert unter den Peak Oil-Anhängern als Visionär weithin anerkannt. Er wurde ein Orakel und ein Prophet genannt. Ein kürzlich veröffentlichter Artikel

— What Hubbert And Pickens Got Right About Oil, And What’s Next —

erzählt die unheimliche Genauigkeit seiner Vorhersage.

Die Wahrheit ist jedoch viel nuancierter. Hubbert hat eine Menge Dinge ungeheuer falsch gemacht, und seine vielgepriesene Vorhersage aus dem Jahr 1970 enthält einen großen Vorbehalt, von dem die meisten Menschen völlig unbewusst sind. Ist hier, was sein Papier 1956 wirklich angab.

Hubbert schätzte, dass die ultimative potenzielle Reserve der Lower 48 US-Bundesstaaten und Offshore-Bereiche 150 Milliarden Barrel Öl betrug. Basierend auf dieser Reserveschätzung, der Förderrate von 6,6 Millionen Barrel pro Tag (bpd) im Jahr 1955 und der Tatsache, dass bereits 52,5 Milliarden Barrel Öl kumulativ in den USA gefördert wurden, schätzte Hubbert, dass die Ölförderung in den USA 1965 die maximale Fördermenge erreichen würde. Das war seine Basisvorhersage. Er schrieb: "Die Kurve muss etwa 1965 ihren Höhepunkt erreichen und dann mit einer Geschwindigkeit sinken, die mit der früheren Wachstumsrate vergleichbar ist. Hubbert illustrierte diesen Höhepunkt von 1965 in seiner Arbeit:

 

 Quelle: Kernenergie und die fossilen Brennstoffe von M. King Hubbert

Wie aus der Abbildung ersichtlich, prognostizierte Hubbert 1965 einen Höhepunkt der US-Ölförderung mit einer jährlichen Förderrate von rund 2,8 Milliarden Barrel bzw. 7,7 Millionen Barrel pro Tag (bpd). Beachten Sie jedoch, dass es eine weitere Kurve gibt, die über den Gipfel von 1965 hinausgeht. Das war Hubberts "Notfall-Fall". Er berechnete, dass, wenn die US-Ölreserve 200 Milliarden Barrel betragen würde, die Spitzenproduktion 1970 stattfinden würde, eine Verzögerung von fünf Jahren ab seinem Basisfall. Er zeigte sich jedoch skeptisch, dass die Reserve so hoch sei und stellte fest, dass dies "einen Betrag in Höhe von acht Ölfeldern in Ost-Texas" bedeuten würde, der über die Schätzung von 150 Milliarden Barrel hinausgeht. Dennoch, wenn die US-Reserve war so hoch wie 200 Milliarden Barrel Hubbert schätzte eine 1970 US-Ölförderung Höhepunkt auf 3 Milliarden Barrel, oder 8,2 Millionen bpd. Tatsächlich erreichte die Ölförderung in den USA 1970 ihren Höhepunkt, wenn auch mit 9,6 Mio. bpd.

Während Hubberts Vorhersage in der Größenordnung lag, scheinen sich diejenigen, die ihn zitieren, nicht darüber im Klaren zu sein, dass seine "perfekte" Vorhersage von 1970 auf einem sekundären Fall basierte, über den er Skepsis äußerte, und er war etwa 15% zu niedrig bei der Produktionsrate. Hubberts Basisfall - eine 1956 gemachte Vorhersage eines 1965er Peaks - war um 5 Jahre verschoben und war 20% zu niedrig. Oder um es anders auszudrücken: Sein damaliger Basisfall war, dass die Ölproduktion in den USA in 9 Jahren ihren Höhepunkt erreichen würde, aber sie erreichte ihren Höhepunkt nach 14 Jahren und bei 15% höherer Produktion als geplant.

Mein Punkt hier ist, seine Ölproduktionsvorhersagen zu adressieren, die auf dem basieren, was er wirklich schrieb. Noch als jemand, das häufig Vorhersagen bildet, sage ich, dass seine Vorhersagen über USölproduktion ziemlich gut waren. Sie waren nicht prophetisch, oder fast so genau, wie viele Peak Oil-Anhänger behaupten. Aber sie waren in der Größenordnung. 

Doch wenn wir uns anschauen, was er über die globale Produktion und die Erdgasförderung zu sagen hatte, dann lagen seine Prognosen weit daneben. Er kam zu einer Schätzung der ultimativen konventionellen Ölproduktion der Welt, indem er eine Reihe von Schätzungen verglich. Er entschied sich für eine Schätzung von 1,25 Billionen Barrel für die ultimative potenzielle konventionelle Ölförderung. Wir wissen jetzt, dass diese Schätzung viel zu niedrig war. Aber auf der Grundlage dieser Schätzung prognostizierte Hubbert, dass der weltweite Höhepunkt der Erdölförderung um das Jahr 2000 herum bei 34 Millionen bpd liegen würde. Tatsächlich war die Erdölförderung im Jahr 2000 mit rund 75 Mio. bpd mehr als doppelt so hoch. Während sich die konventionelle Erdölförderung um das Jahr 2005 herum abgeflacht hat, gibt es mehr als ein Jahrzehnt später keine Anzeichen dafür, dass sie sich rückläufig entwickelt hat. (Die globale Gesamtproduktion ist weiter gestiegen, vor allem wegen des Anstiegs der Schieferölproduktion). Also war das ein großer Fehlschlag.

Hubberts Verteidiger werden argumentieren, dass er den Termin des konventionellen Rohölspitzenwertes nur um 5 Jahre verfehlt hat. Aber, seine Methodik spezifiziert eine Spitze und einen Rückgang. Das ist nicht das, was wir gesehen haben. Tatsächlich bis herkömmliches Rohöl anfängt, ernsthaft zu sinken, wissen wir wirklich nicht, wie weit weg von der Markierung seine Spitze 2000 Vorhersage sein kann.

Forbes

Hubbert unterschätzte einfach das Gesamtvolumen des förderbaren Öls (vergangene Förderung + nachgewiesene Reserven + zukünftige Entdeckungen).

 



Figure 3. Hubbert Curve, US. with 2014 production, reserves and undiscovered estimate.

 Wenn wir davon ausgehen, dass die US-amerikanischen Erdölreserven nachgewiesen wurden und die unentdeckte förderbare Ressource nicht mehr wächst, wäre der Hubbert "Peak" für die USA im Jahr 2004 eingetreten.  Beachten Sie, dass die Hubbert-Kurve nicht als exakte Anpassung an die Daten gedacht ist.  Hubbert Mathe" passt die Daten an die Kurve an.   Der "Hubbert-Peak" wäre zwischen den beiden tatsächlichen Peaks in den Daten aufgetreten.  Ein alternativer Ansatz wäre die Aufteilung der Produktion in zwei Phasen mit zwei getrennten logistischen Funktionen.  So oder so, wenn nachgewiesene Reserven und die geschätzte unentdeckte förderbare Ressource nicht mehr wachsen würden, wären wir derzeit in der Nähe von Peak Oil.

Die Welt rechnet seit mindestens 100 Jahren mit einer "raschen Erschöpfung" der Rohölvorräte.

Wird es auch in Zukunft so gut wie keine Rohölreserven mehr für die nächsten 100 Jahre geben?

Da die nachgewiesenen Reserven im Laufe der Zeit wahrscheinlich weiter wachsen werden und die gesamte unentdeckte Ressource wahrscheinlich nicht schrumpfen wird, wird Peak Oil auf absehbare Zeit knapp über dem Horizont bleiben.  Die Antwort ist also ein qualifiziertes "Ja".  Wer das Konzept des Peak Oil nicht begreift, wird die "rasche Erschöpfung" des Rohöls noch viele Jahre lang vorwegnehmen.

Im Interesse der vollständigen Offenlegung: Ich bin seit 1981 in der amerikanischen Ölindustrie als Geophysiker/Geologe tätig, mit einem sechsjährigen Exil in die Geschäftsführung.  Ich habe immer für "wenig Öl" gearbeitet (im Gegensatz zu BIG OIL).  Ich bin Mitglied der American Association of Petroleum Geologists (AAPG), der Society of Exploration Geophysicists (SEG) und der Houston Geological Society (HGS). Trotz meiner Vorliebe für lächerliche "Greenschist", Grün ist eigentlich meine Lieblingsfarbe... Öl ist grün gefärbt auf Landkarten und Brunnenprotokollen.  Peak Oil ist real, aber nicht wirklich relevant, abiotisches Öl ist möglich (trotz fehlender Beweise) und auch irrelevant. Weder die Realität von Peak Oil noch das Fehlen von Beweisen für abiotisches Öl sind Teil einer Verschwörung, um die Ölpreise hoch zu halten.  Wenn es war, würde es ein hübsches p!$$ arme Verschwörung sein, weil Ölpreise für die meisten meiner Karriere niedrig gewesen sind.  Und, nein, ExxonMobil verbirgt nicht die geheime Formel für die Umwandlung (füllen Sie das Formular aus) in Öl... Aber sie wussten alles über Gorebal Warming waaay, bevor Al Gore es erfand... Sie wussten, dass es falsch war.

Wie üblich war jeder Sarkasmus rein absichtlich.... Bis auf den Teil über Gorebal Warming.




Freie Allgemeine

Chemie-Nobelpreisträger: Erdöl „wächst“ nach

Das Öl geht zur Neige – zumindest wird uns das so erzählt. Vielleicht aber nur ganz bewusst, um an der Preisschraube für Öl-Produkte zu drehen. Die Energiekonzerne halten an ihrem bekannten Szenario fest: Die Erdöl-Reserven sind bald erschöpft. Andererseits feiern dieselben Unternehmen aber weiterhin die Entdeckung immer neuer riesiger Erdöl-Vorkommen. Jüngster Sensationsfund ist ein Ölfeld mit gigantischen Ausmaßen vor der schottischen Küste. Geschätzte 47 Milliarden Liter (Korrektur nach oben wahrscheinlich) warten dort darauf, abgeschöpft zu werden.

Schon vor Jahrzehnten prognostizierten Experten ein baldiges Ende des Erdöl-Zeitalters. Sie datierten das Ende der globalen Ölvorkommen etwa auf die Jahrtausendwende. Heute, ein Jahrzehnt später, sprudelt das Öl weiter und wird in immer größeren Dimensionen gefördert als je zuvor. Doch gleichzeitig wird unverändert der Eindruck erweckt, dass nur noch schwer erreichbare Ölquellen angebohrt werden könnten, um die letzten Ölreserven zu Tage zu fördern. Laut aktuellen Studien der Öl-Konzerne stünde der Menschheit nur noch Öl für 30 bis 40 Jahre zur Verfügung. Ist dies eine traurige Tatsache – oder wird uns eine künstliche Öl-Verknappung verkauft, um steigende Preise an der Zapfsäule zu erzielen?

Die gegenwärtig akzeptierte Lehrmeinung geht davon aus, dass Erdöl durch abgestorbene Biomasse unter Druck und Hitze im Erdmantel entsteht. Wegen dieses biologischen Ursprungs des Öls scheint es klar, dass die Vorräte des „schwarzen Goldes“ endlich sein und wir daher auch bald „den letzten Dinosaurier vertankt“ haben müssten. Doch was wäre, wenn alles ganz anders ist als angenommen? Lange vergessen war die Theorie, dass Erdöl einen abiotischen (= nicht-biologischen) Ursprung haben könnte, dass sich die Ölfelder also durch chemische Prozesse aus dem Erdinneren selbst speisten – damit folglich auch nicht im bekannten Maße begrenzt wären, sondern einer ständigen Erneuerung unterläge. Würden sich diese aus den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts stammenden Erkenntnisse auch durch neue wissenschaftlichen Forschungen belegen lassen, ließen sich sicher keine so horrenden Preise für Erdölprodukte mehr durchsetzen wie aktuell. Lässt daher die Ölindustrie und ihre einflussreiche Lobby keine andere Erdöl-Entstehungstheorie zu als ihre eigene – und unterbindet gezielt die Forschung nach der tatsächlichen Entstehungsgeschichte ihrer alleinigen Handelsware, um die Preise oben zu halten?

Tatsächlich lassen sich Beweise für die abiotische Erdölentstehung beispielsweise auf dem Planeten Mars finden. Dieser Planet, der nie Massen an organischem Leben beheimatet haben kann, weist nach neusten Erkenntnissen der NASA abiotische Reaktionen auf, wie sie für die natürliche Entstehung von Methan aus nicht-biologischen Ausgangsstoffen bekannt sind. Auch die Entstehung von abiotischem Öl auf dem Mars scheint daher denkbar. Öl sei dort wohl nur deshalb noch nicht entdeckt worden, weil es viel schwerer nachzuweisen sei als Methan.

Aber auch der Methan-Fund vom Mars allein kann so oder so nur Revolutionäres bedeuten: Entweder war der Mars einst voller Leben, aus dem sich Öl bildete – womit der Beweis für außerirdisches Leben erbracht wäre. Oder die Menschheit müsste sich keine Sorgen mehr um ein baldiges Ende des Öls machen, da dieses auch ohne biologische Bausteine entstehen kann. Eine der beiden Schlussfolgerungen muss wahr sein: Entweder stirbt die Theorie der Ölindustrie von den endlichen Ressourcen – oder wir haben nun den Nachweis für außerirdisches Leben in unserem Sonnensystem.

Auch Dudley Herschbach, Nobelpreisträger für Chemie von 1986, geht fest davon aus, dass Öl auf dem Mars zu finden sei: „Methan ist schlichtweg einfacher zu messen, als komplexere Kohlenwasserstoffe, aufgrund seines unverkennbaren Spektrums. Aber es ist durchaus davon auszugehen, dass wenn dort Methan vorkommt, später auch komplexere Kohlenwasserstoffe entdeckt werden könnten“, so Herschbach im 3sat-Magazin „Hitec“. Auch sei für den renommierten Wissenschaftler klar, dass wir auf der Erde in unvorstellbaren Tiefen Öl finden könnten, das abiotisch entstanden sei: „Hätten wir die technischen Fähigkeiten, tiefer zu bohren, könnten wir auch hier mehr Beweise finden, die bestätigen: Öl bildet sich viel tiefer als vermutet! Aber in der Praxis können wir nicht so tief bohren.“

Die Beweise verdichten sich: Es besteht die reale Möglichkeit, dass auch Erdöl ein regenerativer Energieträger sein könnte wie Solarenergie oder Wind- und Wasserkraft. In Russland, dem Mutterland der Theorie um das abiotisch entstehende Öl, wurde dazu eine sensationelle Beobachtung gemacht, die den praktischen Nachweis dieser Theorie bedeuten könnte: Entlang einer tektonischen Verwerfung wurde bereits in den 80er Jahren ein Ölfeld vollständig abgeschöpft. Nun – 30 Jahre später – ist die Ölförderstätte voll mit „neuem“ Öl. Eine erhöhte Temperatur und geologische Untersuchungen deuten auf tiefgehende Risse im Erdmantel hin, durch die das Öl nach oben gestiegen sein muss. Zwar wurden auch hier biologische Komponenten in dem regenerativen Öl gefunden, dafür gebe es aber eine plausible Erklärung, so Chemie-Nobelpreisträger Herschbach: „Wenn das Öl in der Tiefe ohne biologische Prozesse entsteht – auf dem Weg nach oben gibt es Bakterien, die sich vom Öl ernähren. Wir wissen, dass Bakterien in vielen Kilometern Tiefe vorkommen.“ So könnten biologische Spuren auch ins abiotische Öl gelangen.

Der ostdeutsche Öl-Unternehmer Thomas Göhler, der die heute meist vergessenen russischen Theorien zur abiotischen Erdöl-Bildung noch während seiner Ingenieurs-Ausbildung studieren konnte, bestätigte in einem Interview auf www.nexworld.TV ebenfalls die hohe Relevanz dieser Forschung: „Das Öl wird knapper. Aber nur weil wir es zu schnell abpumpen, kann es sich nicht schnell genug auffüllen.“ Die Knappheit des Öls sei eine künstliche, „um an der Preisschraube zu drehen“. Es bestehe zudem ein „Interesse des Staates“ an hohen Preisen für Erdölprodukte. Nicht umsonst trage die Mineralölsteuer ganz erheblich zu den Einnahmen der öffentlichen Haushalte bei, weshalb man sich fragen müsse, warum das Kartellamt nicht öfter aktiv werde, wenn die Öl-Multis eine neue Preisrunde an den Zapfsäulen einläuteten. „Wer das Öl hat, hat die Macht!“, so Göhler, selbst Eigentümer mehrer Öl-Quellen. Sein Fazit: Es gebe genügend Öl, „die Erdkruste schwimmt auf einem Ölbad“. Es gebe dafür auch Beweise: Bis in zehntausend Meter Tiefe habe man Probebohrungen getrieben – also sehr viel tiefer als alle biologischen Spuren auf der Erde reichen – „und Öl gefunden“, berichtet Göhler aus internen Erkenntnissen der Erdöl-Industrie. Diese Entdeckungen würden aber offiziell verheimlicht. Die entsprechende russische Literatur sei im Zuge der Wende aus den wissenschaftlichen Bibliotheken verschwunden und geriete nun mehr und mehr in Vergessenheit.






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