523 CENTIL - CO2 Anstieg in der Atmosphäre durch Ausgasung aus dem Ozean Versus Verbrennung - Prof. erem. P. Dierkes, Physiker
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CO2 Anstieg in der Atmosphäre durch Ausgasung aus dem Ozean Versus Verbrennung - Prof. erem. P. Dierkes, Physiker 



CO2-Anstieg in der Atmosphäre (Gegenwart): 1) durch Ausgasung aus dem Ozean / die VA (Verbrennung) kann die durch Photo-Synthese + BIO-Pumpe NICHT allein kompensiert werden; 2) es kann sein, dass sich das Upwelling (s.v.) in den letzten 100 a verstärkt hat (s. Änderungen der Wind-/Strömungsverhältnisse); 3) es könnte aber auch sein, dass CO2 aus dem Erdinneren austritt (s. es handelt sich um alten C / i.e. C-14 arm, Isotopenmethode); 4) Überblick-Kohlenstoffspeicher: Atmosphäre-2017, rd. 850 Gt C = 0,001% des globalen Gesamt-C (der CO2-Wert betrug rd. 406 ppmv) / Hydrosphäre-2017, rd. 38000 Gt C = 0,045% des globalen Gesamt-C / Lithosphäre-2017, rd. 90600 Gt C (anorganisch, organisch) / Biosphäre-2017, <805 Gt C (anorganisch, organisch) / Pedosphäre-2017, 1500-3200 Gt C; 5) auch wichtig: die Erd-Böden enthalten 2x soviel C wie die Atmosphäre (s. Mark Reichstein, MPI) / die Böden emittieren global pro Jahr rd. 60-80 Gt CO2 in die Atmosphäre / der A-CO2 Anteil (Menschen-verursachte CO2) pro Jahr beträgt rd. 1/10 davon / die Böden sind deshalb für den C-Kreislauf (und für das Klima-System) von erheblicher Bedeutung / IPCC-Klima-Modelle: die Darstellung der Böden ist dort ausgesprochen mangelhaft / biologische Prozesse werden (bewusst?) vernachlässigt; 6) die Gesamtmenge von CO2 in der Atmosphäre beträgt 3200 Gt (Basis: 400 ppm, entsprechend 0,04 % der Luftmasse) / es handelt sich hier um ein dynamisches System (verschiedene Einflüsse); 7) es werden lfd. im Äquatorialbereich große CO2-Mengen (Sonne erwärmt das H2O) freigesetzt (s. die spez. Menge an gelöstem CO2 wird mit steigender T geringer / 3g CO2 pro kg H2O bei 3°C und nur 1,4 g bei 25°C) / bei Abkühlung des H2O wird CO2 wiederum aus der Atmosphäre aufgenommen, s. polare Ozeanbereiche); 😎 in Summe wird dieser CO2-Kreislauf/a auf 300-400 Gt CO2 geschätzt (kann durch die sog. ENSO-Aktivität = El Nino Southern Oscillation u.a. um rd. 10% schwanken); 9) El Nino tritt unregelmäßig auf (der Zentralpazifik wird dadurch wärmer = mehr CO2!) / s. 1998 gab es einen starken El Nino (die Global-T stieg um +0,6°C und die globale CO2-Menge um +3 ppm) / 1 ppm bedeutet rd. 8 Gt CO2; d.h. zusätzliche 24 Gt CO2 / s. dagegen 1992 – hier gab es eine La Nina-Abkühlung (Pazifik), der CO2-Anstieg wurde auf +0,5 ppm reduziert (d.h. kaum ein Anstieg); 10) die menschlichen Emissionen spielen mit herein / diese liegen in der Größenordnung wie die ENSO-Schwankungen (s.o.) / der Anstieg war gleichmäßig von rd. 25 Gt (2000) auf 36 Gt (2014/15) / das entspricht einem Anstieg um 40%, wobei keine Auswirkung auf das Klima + globale T nachweisbar war / s. nach den Satellitenmessungen (RSS = Remote Sensing System, Datensysätze) wurde in den vergangenen 18 a kein ansteigender Trend bei der Global-T erkannt

Teil IX:

1) die Gesamtmenge von CO2 in der Atmosphäre nimmt zu (meist durch anthropogene Emissionen verursacht) / die Emissionen/a liegen nach NOAA (Daten am Mauna Loa, Hawaii) bei rd. 2 ppm und erreichten 2014 rd. 36 Gt CO2 (statistische Daten der Länder-Emissionen); 2.) allerdings blieben davon nur 2,3 ppm = 18,4 Gt in der Atmosphäre; 3) sollte sich das so fortsetzen, dann könnte sich der CO2-Gehalt in der Atmosphäre in 170-200 a verdoppeln (rd. 800 ppm); 4) nach der IPCC-Hypothese (fehlender Beweis) sollte eine Verdoppelung einen T-Anstieg um rd. 3°C (+/- 1,5°C) bewirken; 5) auch damit würde man in 2100 unter dem politischen "Grenzwert" von +2°C liegen – ohne Reduktion der Emissionen (!); 6) der CO2-Anstieg (2x bis zu 200 a) ist nicht beunruhigend / teure politische Maßnahmen zur CO2-Reduktion sind nutzlos, da CO2 kaum-sehr geringen Klima-Effekt hat (s. das Heizwirkungs-Dilemma), sehr wohl aber positive Auswirkungen (s. Pflanzen, Nahrungsmittel etc.); 7) 1959: Franckes Lexikon der Physik, CO2 ist als Klima-Gas bedeutungslos; 8 ) die vergangenen 18 a mit insgesamt über rd. 500 Gt anthropogener CO2-Emissionen (ohne den vorhergesagten T-Anstieg) sind mit ein Beleg dafür.


Vielen Dank P. Dierkes für deine Abhandlung.



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